
Das Design sorgt für Angstzustände. Die Front drängt nur wenige Zentimeter über dem Asphalt unwiderstehlich nach vorn. Wer einen Murcielago im Rückspiegel auf sich zufliegen sieht, sollte sich tunlichst an das Rechtsfahrgebot erinnern. Die flache Rakete donnert heran, vorbei - und ist im nächsten Moment schon wieder verschwunden. In der Ferne kann man allenfalls noch ein wenig von dem wuchtigen Heck erkennen.
Glaskasten
Der ohnehin schon nicht gerade schwächelnde Motor des Murcielago musste sich für den LP 640 einer Fitnesskur

Spätestens mit dem - optionalen - E-Gear-Getriebe lassen sich Formel 1-Gefühle endgültig nicht mehr länger unterdrücken. Endlich einmal ein Auto, zu dem die Lenkradpaddel wirklich passen. Und das die Ohren nicht nur bei Höchstdrehzahl akustisch verwöhnt. Der Sound aus Motorblock und Abgasanlage ist kraftvoll und potent. Dabei wurde glücklicherweise auf das aufdringliche Dröhnen des kleinen Bruders Gallardo verzichtet, der einem zwischen 3.500 und 5.000 Touren bei aller Liebe den letzten Nerv raubt.
Doch das neutrale Fahrverhalten des Supersportwagens gibt ein immer sicheres Gefühl. Einzig die zu schwergängige Lenkung und das Eigengewicht von über 1,8 Tonnen trüben das grandiose Rennerlebnis etwas. Mit warmen Reifen scheint die Haftung kei

Die Sitze sind nicht perfekt auf jede Körpergröße einstellbar. Und die geringe Dachhöhe lässt Fahrer ab 1,88 Meter doch lieber zu einem etwas geräumigeren Konkurrenzprodukt greifen. Für wahre Rennsportatmosphäre sorgen die ledernen Schalensitze, das griffige Wildleder-Lenkrad und eine Fahrerposition, die man eher als Liegen denn als Sitzen bezeichnen sollte.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen